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Прослава и литургијско сабрање поводом прославе јубилеја – 75 година постојања Црквене општине Минхен

8. јуна 2022

Претходног викенда, 4. и 5. јуна, Црквена општина Минхен свечано је прославила своју славу и велики јубилеј – 75 година постојања.  

Програм прославе укључивао је свечану вечерњу службу и академију, а врхунио је недељним литургијским сабрањем.

Поред тога, за заинтересоване суседе и сав верни народ организовани су дани отворених врата, у оквиру којих је свима омогућено упознавање са историјом црквене општине и славско послужење.

У оквиру свих споменутих догађања, ЦО Минхен почаствована је присуством угледних гостију, представника градских и покрајинских институција, других цркава у Немачкој, али и наше цркве из матице. Међу њима се посебно истичу кардинал Рајнхард Маркс и регионални бискуп Кристиан Коп, као представници највећих немачких цркава, који су присутне поздравили речима братске и комшијске подршке, истакавши значај међусобне сарадње за опстанак и успех мисије целокупног хришћанства у Немачкој и Европи. 


Поздравна реч Његовог Преосвештенства Епископа диселдорфског и немачког господина Григорија (Дурића): 

Hochverehrte Eminenzen, Exzellenzen, Hochwürdiger Herr Kardinal Marx, hochwürdiger Herr Bischof Kopp, werte Exzellenzen Bischof Ambrosios, Sofian und Ignatije, geehrte Vertreter der Generalkonsulate Republik Serbien und Bosnien und Herzegowina, hochwürdige Väter, verehrte Professoren, Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Kirchengemeinden und Ämter der Stadt München, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

zuerst möchte ich meinen Dank dafür aussprechen, dass Sie den heutigen Abend mit Ihrer Anwesenheit ehren. Der Anlass für unser heutiges Beisammensein ist das fünfundsiebzigste Jubiläum der Serbischen orthodoxen Kirchengemeinde München.

Wie aber sollen wir ein – und besonders dieses – Jubiläum feiern?

Allein das Wort gibt uns den ersten Hinweis – es stammt, wie wir wissen, aus dem biblischen, alttestamentlichen Kontext. Das „Jobeljahr“ fand alle 50 Jahre statt und brachte jeweils den Erlass aller Schulden mit sich: Wer sich verschuldet hatte und in Schuldsklaverei gekommen war, wurde freigelassen, und wer Grund und Boden verkaufen musste, weil er verarmt war, bekam sein Land zurück. Auf diese Weise sollte im Volk die Kluft zwischen arm und reich, Versklavten und Freien, wieder geschlossen werden.

Im Mittelalter bekam dieses Wort auch eine weitere, spirituelle Dimension und bezog sich auf den Erlass der Sünden, die ja die ultimative „Verarmung des Menschen“ beschreiben. Ein Jubeljahr (annus iubilaeus) war ein besonderes Jubiläumsjahr in der römisch-katholischen Kirche, in dem der Papst den Gläubigen bei Erfüllung bestimmter Bedingungen einen vollständigen Ablass („Jubiläumsablass“) gewährte – dieser Ausflug in die Ökumene sei erlaubt.

Von dieser biblischen und kirchengeschichtlichen Perspektive ausgehend verstehe ich den Begriff „Jubiläum“ nicht nur als eine Gelegenheit, mit Stolz eigene Erfolge und glorreiche Momente aus der Geschichte zu feiern, sondern auch als Chance zur Besinnung und für einen neuen Anfang: Die Möglichkeit, in der Gegenwart die schattigen Seiten der Vergangenheit zu beleuchten, die alten Wunden zu heilen, Fehler zu überwinden, sich mit alten Gegnern zu versöhnen. Das Jubiläumsjahr ist also die Zeit, in der jeder von uns sich bemühen soll, alle Hindernisse, die zwischen mir und meinem Nächsten, meinen Schwestern und Brüdern stehen, beiseite zu räumen. Es ist die Zeit, in der wir uns daran erinnern sollen, wie viel wir gemeinsam durchgemacht und aufgebaut haben.

Wenn uns das gelingt, dann tragen wir dazu bei, dass ein „Jobeljahr“ zu einem „Jubeljahr“ wird, eine Zeit des Jubels, in der wir unsere Freude mit Anderem teilen.

Heute Abend feiern und ehren wir die Menschen, die in den vergangenen siebeneinhalb Jahrzehnten ihre Talente, Kreativität, Hoffnung und vor allem ihren Glauben in das Leben dieser Gemeinde eingebracht und eingebettet haben – und in ihr Trost, Stärke und neue Zuversicht bekommen und gegeben haben. Wir blicken zurück und rufen uns die Zeiten des Aufbaus, der Umbrüche und Herausforderungen, aber zugleich auch die Zeiten der Solidarität und Nächstenliebe in Erinnerung.

Die Serbische Orthodoxe Kirchengemeinde München, wie auch die Serbische Orthodoxe Diözese für Düsseldorf und Deutschland, ist eine Kirche in der Diaspora. Noch ein biblischer Begriff, der benutzt wird, um die Komplexität des Lebens in einem anderen Land, in einer anderen Kultur und Tradition zu beschreiben.

Wir sind also eine Gemeinschaft, die in sich die Dialektik zwischen „wir“ und „sie“, „hier“ und „dort“, „Heimat“ und „Fremde“, „Muttersprache“ und „Fremdsprache“ trägt. Oft werden wir als ein „Stück Heimat“ und „die Hüterin der nationalen und kulturellen Identität“ verstanden. Die Serbische Orthodoxe Kirche ist auch das, aber gleichzeitig viel mehr: Sie ist vor allem eine sakramentale Gemeinschaft, Zeugin der geheimnisvollen Begegnung zwischen Gott und Menschen, jener mystischen Erfahrung, die jede räumliche, zeitliche, kulturelle und soziale Grenze überwindet und jedem von uns seine wahre Identität verleiht.

Seit 75 Jahren verstehen wir uns auch als Teil dieser Gesellschaft und Kultur. Viele wichtige historische Ereignisse, Krisen und gute Jahre haben wir in dieser Stadt miterlebt, mitgefeiert, miterlitten und mitgestaltet. Und wir wollen weiter mitwirken und mitverantwortlich sein.

Lasst uns heute Abend gemeinsam feiern und Gott dafür preisen, dass wir hier, in unserem Kirchenzentrum, mit Ihnen schöne Erinnerungen an die Vergangenheit und unsere Hoffnung auf die Zukunft teilen dürfen.

Ich heiße Sie alle herzlich willkommen!

Danke.


Поздравна реч старешине храма, Протојереја Бојана (Симића): 

Eminzen,  

Exelenzen, 

liebe Mitbrüder, 

sehr geehrte Professoren,  

sehr geehrte Damen und Herrn, 

liebe Brüder und Schwestern,  

 

warum dieses Jubiläum so wichtig ist, habe ich mir wie folgt erklärt: 

Unsere Kirchengemeinde wurde nach dem 2. Weltkrieg von Häftlingen aus den Konzentrations-, Offiziers- und Arbeitslagern gegründet. Diese wurde nach kurzer Zeit von politischen Flüchtlingen aus Jugoslawien unterstützt. Am Anfang war die Kirchengemeinde ohne ständigen Gemeindepfarrer und es herrschten sehr schwierige Umstände. Mit dem Kommen von Erzpriester-Stavrofor Aleksa Todorovic im Jahr 1950 bekamen wir Stabilität und regelmäßige Gottesdienste.  

Ab 1952 fing es mit dem Erstdruck der Zeitschrift „Svecanik“ an. Für die Serbische Orthodoxe Kirche war die 1. Ausgabe im Ausland von großer Bedeutung. Die Editionen waren weltweit bekannt und beliebt. Im Rahmen des Jubiläums haben wir den „Svecanik“ zum Gedenken an den Hl. Bischof Nikolaj und Vater Aleksa wieder ins Leben gebracht, dessen 1. Ausgabe wir Ihnen heute als Geschenk mitgeben werden.   

In den 70-er Jahren kamen die Gastarbeiter, die Sicherheit in der neuen Umgebung sowie die Unterstützung beim Seelsorger in ihrer Muttersprache gesucht haben. Unsere Kirche war tatsächlich ein Zufluchtsort. 

In den 90-er Jahren kamen die Flüchtlinge aus dem Bürgerkrieg Jugoslawiens, die dieselben Bedürfnisse hatten und sich in einer noch schwierigeren Situation befanden. Wir haben unser Bestes gegeben, um diesen Leuten hier, aber auch in anderen Ländern des ehemaligen Jugoslawiens zu helfen, ohne auf Nationalität und Glaubensrichtung zu achten. Gleichzeitig haben wir, mit sehr viel Unterstützung und brüderlicher Liebe von der katholischen Kirche, der evangelischen Kirche, dem Staat Bayern und der Stadt München dieses Gemeindezentrum erbaut. Für diese Unterstützung sind wir sehr, sehr, dankbar. Das hat uns unsere pastorale, kulturelle und geistliche Arbeit überhaupt ermöglicht. 

In den letzten Jahren haben wir einen neuen Trend gemerkt. Es kommt wieder eine größere Zahl unserer Mitbürger nach Deutschland. Aber dieses Mal kommen hochausgebildete junge Leute mit anderen Wünschen und Zielen. Deren Ziel ist es, sich gut zu integrieren. Unsere Mitglieder sind unter anderem berühmte Ärzte, Manager, Ingenieure, Experten, Wissenschaftler, Künstler usw.. 

Vater Aleksa, hat uns als sein Erbe, ein dynamisches, vielfaltiges, geistliches, liturgisches Gebetsleben sowie tägliche Gottesdienste hinterlassen. Jeden Tag beten wir nicht nur für Frieden und Gesundheit unserer Kirchenmitglieder, sondern auch für dieses Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, für die Kranken und Notleidenden, um Frieden auf der ganzen Welt, um brüderliche Liebe, für diese Stadt und alle seine Mitbewohner. 

Das machen wir schon 75 Jahre lang so und wir werden weitermachen. Aber das ist nicht alles, was wir machen. Es ist nur ein Zeichen christlicher und brüderlicher Liebe, die wir für alle haben und ein Zeichen von Dankbarkeit, die wir für diese Stadt und diesen Staat, aber auch für unsere Freunde und Mitbrüder haben.  

Mein Eindruck ist, dass wir sehr viel von der deutschen Kultur und Mentalität übernommen haben.  Aber auch, meine ich, dass wir der deutschen Kultur, Wissenschaft und Aufbau moderner deutscher Gesellschaft zurückgegeben haben. In der heutigen Akademie setzen wir ein Akzent darauf.  

 

Für die nächsten 75 Jahre wünsche ich mir eine aktive, ehrliche, offene und brüderliche Beziehung, wie mit der katholischen, so auch der evangelischen und selbstverständlich allen orthodoxen Kirchen und anderen christlichen Kirchen sowie mit der Staatsregierung zu haben.  

Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Kommen. Sie teilen mit uns unsere Freude für dieses besondere Jubiläum. Ich wünsche Ihnen allen einen angenehmen Abend.

Програм свечане академије, поред парохијског хора и певнице узвеличали су реномирани музички уметници из Минхена и околине, које све међусобно повезује српско порекло и/или везаност за минхенску парохију. По академији организован је свечани коктел, а након Литургије и славски ручак за све присутне.

Литургијским сабрањем предстојао је Његово Преосвештенство, Епископ браничевски Игнатије, уз саслуживање Епископа диселдорфског Григорија и хумског Јована. У току литургије, старешина ЦО Минхен, јереј Бојан Симић, произведен је од стране Епископа Григорија у чин протопрезвитера.


Беседа Владике Игнатија: 

Прилог Телевизије Српске Дијаспоре:

Фото: Александар Стојанац

 

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